Was ich nicht erwartet habe in Schottland…

Schottlands schöne Natur ist bekannt und perfekt geeignet für diejenigen, die Abenteuer und Outdoor-Aktivitäten suchen.

Schottland liegt im nördlichsten Teil des Vereinigten Königreichs und ist ein Land voller Geheimnisse, Geschichten und Regen. Aber es hat noch mehr zu bieten: eine abwechslungsreiche Küstenarchitektur mit Felsenklippen im Westen und feinen Sandstränden im Osten, eine erstaunlich gute Esskultur und freundlich-knurrige Menschen. Viele gehen dorthin für Outdoor-Abenteuer in eine der vielen schottischen Grafschaften.

Highlands wie im Film?

Als ich jung war, habe ich den Film „The Highlander“mit Christopher Lambert in der Hauptrolle geliebt. Also habe ich mir freigenommen und bin fast 2 Wochen mit meinem Freund durch Schottland gereist. Wir haben den Mai als perfekten Monat für unser schottisches Abenteuer gewählt. Wie alle anderen hatte ich meine eigenen Erwartungen und Bilder im Kopf, wie das Land sein, riechen oder klingen würde. Absichtlich haben wir keine Details oder Orte geplant. Wir wollten dorthin, wo uns der Wind hinträgt. Und so sind wir losgeflogen…..

Unsere Flüge nach Glasgow (unglaublich günstig, Ryanair 30€ hin und zurück!) also haben wir dort angefangen. Wir nahmen Züge und Busse und reisten nach dem Hop-on / Hop-off -System.
Nun, zumindest dachten wir das. Was wir nicht wussten war, dass die preiswerten, langsameren Züge nur alle 3 Stunden fahren! Da wir keine gebuchten Übernachtungen hatten, mussten wir es zu einer angemessenen Tageszeit an einen Ort mit Übernachtungsmöglichkeiten schaffen. Außerhalb der Städte sind die Dörfer sehr klein.
Am Ende haben wir es bis nach oben in den Norden, nach Inverness geschafft und sind dann an der Ostküste entlang zur größten Stadt Schottlands und Hauptstadt, nach Edinburgh gefahren. In einer gemächlichen Geschwindigkeit. Sehr entspannend. Es gab viele Schafe und viel Bier.

Outdoor in Schottland 

Arrival at Fort William

Einer der Züge brachte uns nach Fort William in die schottischen Highlands, Grafschaft Inverness. Wir beschlossen, die Nacht dort zu verbringen und das Fort zu sehen. Nun, das Fort war eine ein wenig enttäuschend, da es nur Reste einer Ruine war. Oder besser gesagt ein kleiner Platz mit Teilen einer alten Mauer drumherum. In der Mitte war ein Rosengarten gepflanzt. Wir hätten uns zuerst informieren sollen. Aber da wir schon dort waren, gingen wir in den nahegelegenen Supermarkt Morrisons, holten uns ein paar Snacks, machten ein kleines Picknick direkt auf dieser alten Mauer und sahen den Sonnenuntergang. Sehr romantisch, sehr windig… und sehr kalt.

Später entdeckten wir den wahren Charakter von Fort William: Es nennt sich selbst „Outdoor Capital of the UK“! Und das ist es wirklich. Es gibt sogar eine Seilbahn. Eingebettet in Berge, Lochs und Radwege zieht es jedes Jahr viele Sportler an und es finden sogar Rennen und Cups statt. Wenn du also Outdoor fan bist oder Abenteuer in Schottland suchst, gehe nach Fort William! Für diejenigen unter euch, die eine Tour mit einem Wohnwagen  planen, gibt es Parkplätze, die für bis zu 3 GBP pro Nacht zur Verfügung stehen. Schottland ist im Allgemeinen für den Campingtourismus gut gerüstet, und es gibt viele Möglichkeiten für Übernachtungen und Zwischenstopps im ganzen Land, manchmal sogar völlig kostenlos. 

Harry Potter in Schottland

Auch der berühmte Jacobite Steam Train hält in Fort William. In den Sommermonaten bietet der Jacobite Steam Train seinen Fahrgästen eine unvergessliche Reise. Eine Zugfahrt führt durch einige der schönsten und magischsten Gegenden Schottlands. Der Zug ist aus den beliebten Harry-Potter-Filmen als „Hogwarts-Express“ bekannt. Die Erweiterung von Fort William nach Mallaig wurde von der schottischen Eisenbahnlinie West Highland gebaut und begann im Januar 1897. Sie wurde im April 1901 fertiggestellt und nimmt seine Passagiere mit auf eine Fahrt durch Schottlands Natur und sollte Teil eines jeden schottischen Abenteuers sein.

Auf der Suche nach dem Einhorn

Löwen und Adler kann jeder. Schottland im Gegenzug hat das Einhorn als sein offizielles Wappentier. Es gilt als Heldensymbol seit dem 12. Jahrhundert und wurde sogar auf der Kleidung des schottischen Nationalhelden William I. mit einer Stickerei verewigt.

Das Einhorn steht in der Mythologie für Unschuld und Reinheit. Der Legende nach besitzen also nur Jungfrauen die Macht zur Zähmung des mächtigen Einhorns. Daran wurde zumindest im mittelalterlichen Schottland geglaubt. Deshalb sieht man das Wappentier an Häusern und auf Bildern oft als angekettet dargestellt.

 

Der Kilt gehört heutzutage wieder zum Straßenbild

Ein fester Bestandteil der schottischen Kultur ist der Kilt. Zusammen mit dem Dudelsack ergibt er ein Bild der Schotten, dass in vielen Köpfen vorherrscht. Lss known to most is the fact, dass die Geschichte des Kilts gar nicht weit in die Vergangenheit Schottlands zurückgeht. Vielmehr hat er sein Dasein einem praktischen Nutzen und noch dazu der Erfindung eines Engländers zu verdanken. Anfang des 18. Jh beschäftigte ein Fabrikbesitzer (Thomas Rawlinson) unter anderem auch Schotten in seinem Stahlwerk. Die traditionelle schottische Tracht, das gewickelte Plaid, war eine echte Gefahrenquelle für die Arbeiter und ein Hindernis bei der Arbeit. So entwickelte er einpraktischeres Kleidungsstück, in welches er die Falten des Plaids mit einbrachte. Die schottischen Soldaten der Wehrmacht dieser Zeit entdeckten das praktischere Kleisungsstück und legten damit 1739 den Grundstein für den Siegeszug des Kilts.

Die auffälligen Farben und Muster des Tartan-Stoffes haben jeweils eine eigene Bedeutung und regionale Herkunft. Entgegen der allgemeinen Meinung haben die individuellen Muster aber nicht direkt etwas mit einer Zugehörigkeit zu einem schottischen Clan zu tun. Wahrscheinlicher ist, dass regionale Unterschiede in Herstellung und Verarbeitung der Stoffe vorherrschten und somit verschiedene Muster und Farben hervorbrachten. Da die Menschen zu dieser Zeit regional kauften, trugen Einwohner bestimmter Gegenden die gleichen Muster. Somit besaßen sogar Mitglieder eines Clans unterschiedliche Kilts.

Heutzutage werden Kilts vor allem bei besonderen Anlässen getragen. Sie sind Ausdruck von schottischem Nationalbewußtsein und Stolz, welcher durch die Übernahme durch England noch verstärkt wurde.
Doch heutzutage entdecken die jungen Menschen Schottlands den Kilt wieder und tragen ihn auf den Straßen als Alltagkleidung oder im Nachtleben. Besonders in den Straßen der schottischen Städte gehört der Kilt mittlerweile wieder zum alltäglichen Bild. Wir haben dies an Haltestellen, beim Einkaufen und beim Ausgehen in Bars gesehen.

 

Schottland ist nicht grün

…zumindest nicht im Frühling. Zu dieser Jahreszeit, wenn die geschwungenen Bergketten und Ebenen noch hellbraun und trocken sind, prägt eine Pflanze das Bild der Natur wesentlich: Der Stechginster. Diese wunderbar duftenden, stacheligen Büsche  lassen die schottischen Landschaften in strahlendem Orange-Gelb erglühen. Diese Zeit des Jahres hat einen ganz besonderen Charme und ist noch frei von Mücken, die man im Sommer zu ertragen hat.

 

 

 

Technisches Schottland

Am meisten überrascht hat uns die ausgesprochen gute Internetanbindung in Schottland. So gibt es nicht nur in Bussen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln kostenloses WLAN. Auch auf eigentlich fast allen Straßen der Städte, in vielen Geschäften, Cafés und Bars kann man sich kostenfrei ins Internet einloggen. In Deutschland ist das leider noch etwas unterentwickelt, deshalb fanden wir die Verfügbarkeit hier sehr angenehm.
Auch das bargeldlose Zahlen ist in Schottland super einfach. Im Vergleich mit anderen europöischen Ländern liegt es damit ganz weit vorne. Beinahe überall kann mit Kreditkarte gezahlt werden. Nicht nur in Läden und Bars, sogar Kleinstbeträge in Bussen und Bahnen können so entrichtet werden. Top!

Wie findet ihr Schottland? 

Eure

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