Esskultur auf Reisen

Essen ist das Beste! Es macht mich jederzeit glücklich, besonders wenn es mich überrascht.

Dann, wenn ich mit dem Geschmack oder der Konsistenz nicht gerechnet habe. Essen ist für mich auch Ausdruck einer Kultur, einer Geschichte. Es ist immer wieder faszinierend, wie in verschiedenen Ländern das Beste aus den verfügbaren Zutaten herausgeholt wird.  Deshalb ist beim Reisen landestypisches Essen auch so wichtig: es ist Spiegel der Seele einer Kultur. Esskultur eben. 

Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht!

Hier sind einige grundlegende Tipps und Geschichten für euch um euren Geschmack beim Reisen zu inspirieren

REgionale SpezialitätenZum Wochenmarkt

Ich bin ein Fan von Bauernmärkten. Es erscheint mir logisch, dass unsere Nahrung in der Erde wächst, von einem Farmer gepflückt wird und dann aus seinen Händen direkt uns übergeben wird. In Venedig auf dem Rialto-Markt fanden wir die frischesten Fische und Fleischtomaten, die ich je gesehen habe. Mein Freund ist Koch, für ihn war das normal, aber für mich als Berlinerin (ich sage nur: Flachland!)  nicht. Oft sieht man auf diesen Märkten auch handgearbeitete Kostbarkeiten. Ältere Frauen verkaufen Baumwoll-Tischdecken oder kleine selbstgemachte Souvenire. Auf die Aussage eines Bauern hin, der behauptete, dass seine Trauben „dolce“ (ital. süß) waren, kauften wir bei ihm Weintrauben, die wie Nektar von den Göttern schmeckten. Wir hätten jedes Mal im Supermarkt sicher das gleiche für etwas weniger Geld erstehen können, aber ein regionaler Markt fügt dem Essen Persönlichkeit hinzu. Wenn man die Menschen hinter dem Essen einmal kennengelernt hat, isst es sich gleich ganz anders.  

 

Esskultur regional

Es ist vielleicht kein Geheimnis, weil die Suche nach lokal angebauten Zutaten für uns offensichtlich ist. Dennoch bin ich immer wieder überrascht, wenn ich in Wüstenrestaurants mit „frischem Fisch“ oder in nördlichen Restaurants mit „tropischen Obstteller“ gelockt werden soll.  Ich bleibe lieber regional und saisonal.  Nicht nur weil die Zutaten dann einfach besser schmecken, sondern auch, weil man so bestimmte Dinge tendenziell authentischer bekommen kann als anderswo. In Regionen mit reichlich Vieh, wie das Barossa-Tal, gibt es immer Käse-Platten für ein leckeres-leichtes Mittagessen. In Hawaii entscheiden wir uns für Platten aus geschnittenen Mangos, Papaya und Bananen. In Griechenland esse ich Eingelegtes und Meeresfrüchte bis ich platze.  Warum fährt man in diese tollen Länder, wenn man Burger, Schnitzel und Döner doch auch zu Hause bekommen kann! Lokal gewachsenes Essen ist billig, gesund und lecker. Es erlaubt uns, die Vielfalt der Produkte der Welt zu aus erster Hand zu erleben.

Suche Inspiration

Als echter Foodie bin ich immer offen für neue Gerüche, Geschmäcker und Kombinationen. Oft spitze ich meine Ohren in Restaurants und Cafés. Wenn andere Gäste an ihren Tischen nach Gerichten oder Empfehlungen fragen, der Kellner alles ausführlich erklärt, ist das Gold wert. Natürlich nur, wenn man die Landessprache versteht. Viele neue Entdeckungen habe ich so machen können. Nennt es spitzeln oder belauschen: Beim Genuss und in der Liebe ist alles erlaubt. Na gut, aber immerhin fast alles. So bin ich übrigens auf DIESE Köstlichkeit in Südfrankreich gestoßen. 

 

Probiere Neues

Wenn du die Chance bekommst, zögere nicht, die seltsamen Dinge zu essen, die in einem neuen Land angeboten werden. Normalerweise wirst du nicht in der Lage sein, Dinge wie Skorpione, Ameisen oder Lammhoden zu probieren, oder was auch immer die lokale Spezialität ist. Also gehe darauf ein und versuche etwas Neues. Es wird etwas sein, an das du dich für immer erinnerst. Mach dir nicht so viele Sorgen um die Bekömmlichkeit oder Krankheiten.  Achte darauf, dass die Dinge gut durchgegart sind oder, wenn es rohe Spezialitäten sind, sie aus einer zuverlässigen und sauberen Küche kommen. 

 

Bringe ein neues Rezept mit nach Hause

Das Beste am Reisen für mich ist wie gesagt, die lokalen Besonderheiten, die Menschen und vor allem die Esskultur zu erleben. Was wir essen und wie wir unsere Speisen kochen ist an die Länder oder Umgebung gebunden, in denen wir leben. Ein Rezept, eine neue Idee oder sogar Zutaten von einer Reise mitzubringen ist für das Beste!  Und es ist definitiv eine Möglichkeit, das alltägliche Kochen zu Hause interessanter zu machen. Oft ergibt sich auch ein ganz neuer Dreh in einem schon bekannten Rezept.  

Ich plädiere für die Freiheit des Gaumens! 
Für eine genussvolle Reise. 

Eure 

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